Vom lieben Gruß über Muskelberge zur Kurzgeschichte *lächel*

Guten Morgen, ihr Lieben, sowohl im Blogland als auch in anderen Welten des Internets, die zufällig über diesen Beitrag stolpern. *lächel*  Ich hoffe, ihr hattet eine angeheme Nacht mit superschönen Träumen, kuscheln und … anderen Aktivitäten. *grins*

Ich möchte mal kurz ein Thema aufgreifen, dass mich wirklich beschäftigt. Gestern habe ich einen Bericht über Bodybuilder gesehen – ihr wisst schon, Männer, bei denen man nicht weiß, wo der Mann anfängt und der Muskelberg aufhört. So was in der Art:

 

Okay, okay, das ist natürlich eine Ausnahme, nicht alle sind so … massiv, aber als Frau frage ich mich halt, wer so was schön findet? Ich persönlich muss mich beherrschen, nicht zu brechen, wenn ich so was sehe. Selbst Männer, mit der Hälfte der Muskelmasse dieses Herren sind für mich noch zu muskelbepackt. Meine Freundinnen sind da mit mir einer Meinung. Wir denken, dass diese Männer uns daran erinnern:

 

Armes Tier – überzüchtet und belastet durch Schmerzen. So was geht gar nicht! Da bekommt die Tierschützerin in mir einen Schreikrampf. *grrr* Aber zurück zum Thema, über den Tierschutz lasse ich mich in den kommenden Tagen mal aus. Wann ist, bei einem Mann – oder auch so mancher Frau -, was die Muskelmasse angeht, zu viel zu viel? Jeder Jeck ist ja anders, wie die Geschmäcker. Findet ihr Bodybuilder schön oder geht so was für euch gar nicht? Mich würde besonders interessieren, wie das die Männer sehen.

Nun zur Kurzgeschichte. Da sie etwa 20 Seiten lang ist, werde ich sie in Etappen posten. Hoffe, sie gefällt euch – diese Geschichte lehnt an die Perlenzauber-Trilogie an (verbotene Liebe):

 

Kurzgeschichte: Gegen alle Vernunft – Teil 1

„Was ist nur mit dir los?“, schreie ich meinem Spiegelbild entgegen – immer und immer wieder -, während ich die Finger in meiner bauchlangen, schwarzen Mähne vergrabe und daran ziehe. Durch den Schmerz entlädt sich mein Frust etwas. „Du bist krank – nicht normal – völlig irre!“ Nach einem letzten stechenden Blick aus meinen hellgrünen Katzenaugen, drehe ich mich weg. Ich kann mein Puppengesicht, das mir in den letzten Jahren nur Probleme mit Kerlen bereitet hat, einfach nicht mehr sehen. „Verdammt! Ich bin so blöd!“

Plötzlich klopft jemand an die Tür. „Ist alles in Ordnung mit dir, Cat?“, ruft mein Cousin besorgt, was mein Herz, das vorhin noch geschmerzt hat, zusätzlich verkrampfen lässt und meine Wut weiter anheizt.

Mister Ich-bin-so-sexy-und-kann-alle-haben hat mir gerade noch gefehlt! Wieso muss auch jede auf ihn stehen? Das gefällt ihm sicher! Sogar seine Cousine hechelt ihm hinterher – wie traurig – peinlich – wie … Oh, wieso kann ich mich nicht in jemand anderes verlieben?

Früher verstanden wir uns gut. Er war wie mein großer Bruder, der mich vor den Raudis auf dem Schulhof beschützt hat, weil ich die Kleinste war und immer geärgert wurde.

Als Kinder sind wir über Irlands grüne Wiesen getollt, fingen an sonnigen Sommertagen Schmetterlinge und in lauen Abendstunden Glühwürmchen, gingen angeln und suchten vergebens, den Topf voll Gold am Ende des Regenbogens.

Als Teenager gingen wir auf die Piste, teilten unsere ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht, lernten gemeinsam für die Schule und taten alles, was beste Freunde eben miteinander tun. Alles war wunderbar, bis vor ein paar Monaten etwas geschah, was alles zwischen uns veränderte, auf den Kopf stellte und kaputt machte: Wir wollten angeln und balancierten auf dem umgestürzten Baumstamm zur kleinen Insel auf unserem Lieblingssee. Ich ging voraus. Als ich mich zu ihm umdrehte, um ihn zu fragen, ob er an die Köder gedacht hat, rutschte ich aus. Shannon fing mich auf und presste mich an sich. Zufällig berührten sich unsere Lippen. Obwohl es nur für den Bruchteil einer Sekunde geschah und nicht beabsichtigt war, schlug mein Herz auf einmal ganz komisch: Es setze aus und holperte, als hätte es vergessen, wie es mein Blut durch meinen Körper pumpen soll. Mir wurde warm und kalt, dann ganz schwach. Gott sei Dank hielt er mich fest, sonst wäre ich in den See gefallen.

Ich erholte mich schnell und wir konnten in Ruhe den Wurm baden. Trotzdem hatte sich meine Sichtweise auf ihn, das Verhalten meines Körpers auf seine Nähe für immer verändert. Ständig musste ich an ihn denken, mir wünschen, dass er mich wieder festhalten, mich küssen würde – nicht nur aus Versehen, sondern weil er es will. Als ich dann auch noch eifersüchtig auf seine Freundin wurde, war mir klar, dass ich mich in ihn verliebt hatte. Wahrscheinlich liebt er mich auch, nur nicht so, wie ich es mir wünsche. Abgesehen davon, dass ich vor mir selber ausspucken könnte, weil ich so für meinen Cousin empfinde, schäme ich mich auch. Deshalb ich habe mir geschworen, meine Gefühle zu verheimlichen, was mir von Tag zu Tag schwerer fällt.

Wieder klopft er, dieses Mal fester. „Jetzt komm schon! Ich muss wissen, ob‘s dir gut geht!“

©2015 Trisha Galore

Ganz liebe Grüße und einen wunderschönen Tag.

*Bussi*

Trisha

6 Gedanken zu „Vom lieben Gruß über Muskelberge zur Kurzgeschichte *lächel*

  1. Also, wenn ich die Bilder so sehe, erinnert es mich stark an ein Lied von der Ersten Allgemeinen Verunsicherung: „Märchenprinz“. Hab ich sofort im Kopf gehabt. Also, ich bin ehrlich gesagt, davon nicht wirklich angetan. Aber für alles gibt es Abnehmer…lach. Deine Kurzgeschichte fängt ja schon sehr spannend an, ich warte dann auf den Teil 2 (bleibt ja nichts anderes übrig…). LG, britti

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    • Hi Britti, den zweiten Teil gibt es heute Abend. *lächel* Bin wirklich gespannt, wie dir die Geschichte gefallen wird. Was die Muskelkater angeht *grins*, so hoffe ich für die Herren, dass sie die Liebe ihres Lebens finden und dass sie gesund bleiben. Was das letztere angeht, bezweifele ich das stark. Sieht ziemlich ungesund aus. Alles, was zu viel ist, ist nicht gerade gut für einen. Aber jeder ist seines Glückes Schmied. LG *Trisha

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